Welsfischen in Italien

Kurz vor Ostern bin ich nach Italien aufgebrochen um einige Tage den Welsen nachzustellen. Nur das Nötigste eingepackt, mein Auto war trotzdem bis oben hin voll, machte ich mich auf die etwas mehr als 500km weite Reise nach Santa Maria Maddalena am grossen Fluss, dem Po. Im Il Campo del Siluro angekommen wurde ich von Roland Ebner herzlich begrüsst. Er zeigte mir das Camp und erklärte mir alles Wissenswerte um das Camp und die nähere Umgebung.
Die erste Nacht verbrachte ich im Camp, um mich von der Reise zu erholen.
Am nächsten Morgen habe ich mit Roland einige schöne Köderfische gefangen, welche wir auf die Nacht auslegen wollten.

Gegen 18:00 Uhr machten wir uns auf die Suche nach einem guten Platz, was für Roland, der schon viele Jahre hier unten lebt nicht sehr schwer war.

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Er steuerte die Aussenseite einer langgezogenen Kurve an und setzte das Boot gekonnt an Land. Schnell alle Ruten mit Montagen versehen und schon gings los mit Köder auslegen. Roland suchte mit dem Schlauchboot und dem Echolot geeignete Plätze und setzte die Montagen an die ausgewählten Stellen. Meine Aufgabe war es im Boot die Schnur auf Spannung zu halten und sobald er mir das Zeichen gab die Rute zu spannen bis sie schön krumm war. Um 20:00 Uhr waren alle 6 Ruten scharf und wir konnten gespannt warten bis eine Rute klingelt.

Es dauerte keine Stunde, da schnellte meine MadCat Deluxe Rute nach hinten und die Glocke klingelte wie wild. Ein Wels hat sich den Köder geschnappt und die Reissleine vom Auslegestein gleich abgerissen. Schnell kletterten wir ins Schlauchboot um den Wels von da aus zu drillen. Roland gab mir sehr gute Tipps und wusste genau was zu tun war. Seine grosse Erfahrung beim Wels fischen kann er sehr gut weitergeben. Ich befolgte seine Anweisungen und zog das Schlauchboot zuerst zum Fisch. Die Schnur die ganze Zeit auf Spannung halten war die Devise, was jedoch einfacher gesagt als getan ist. Besonders, wenn man im Drill mit dem ersten grösseren Wels seines Lebens ist. Als wir dann über dem Fisch waren meinte Roland nur, so und jetzt beginnt der eigentliche Drill. Ich dachte nur, oh mein Gott! Ich bin doch jetzt schon total ausser Atem, was kommt denn nun noch? Es dauerte noch einige Minuten und dann konnte Roland meinen ersten Po Wels ins Schlauchboot heben. Überglücklich sind wir dann zum Boot zurückgefahren, was gegen die Strömung beinahe so lange dauerte wie der Drill.

Nachdem wir die Rute wieder scharfgemacht hatten konnten wir uns ausruhen und ein wenig schlafen.

Leider wurden wir die ganze Nacht nicht von einem Wels der anbiss geweckt. Erst am Morgen, als die Sonne uns ins Gesicht schien wurden wir geweckt. Jedoch nicht von einem Wels, sondern von einem riesigen Ast, der den Fluss hinab trieb.

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Es war ein tolles Erlebnis mit dem ersten anständigen Wels am anderen Ende der Schnur als Gegner.
Er war 1m80 lang und etwa 40-45 kg schwer.

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Besten Dank an Roland für die tollen Stunden auf dem Wasser, mit dem Wels als Highlight.

Roland hat mit sehr viel und alles sehr ausführlich erklärt und nun hoffe ich, mit diesem Wissen einen anständigen Wels in meiner Gegend an den Haken zu kriegen…




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(1) Kommentare

  • Sommertrip

    Hoi Michi

    Ich werde diesen Sommer mit meiner Frau dort hin fahren. Gibt es spezielles zu wissen? Muss man bestimmtes Material bei uns besorgen, weil es dies dort nicht gibt? Ist dort ein Tackle-shop in der Nähe? Können Ruten dazu gemietet werden?

    Gruss, Tim

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