Stationärrollen

Viele Hersteller - viele Modelle! Die Auswahl an Stationärrollen ist schier unendlich. Somit stellt sich schnell mal die Frage, welches denn jetzt das richtige Modell für mich ist. Gar nicht mal so einfach in diesem komplexen Thema den vollen Durchblick zu haben - deshalb hier eine Übersicht!


Stationärrollen-Typen

Auch unter den Stationärrollen gibt es Modelle, die sich voneinander unterscheiden. So gibt es Modelle, die eignen sich speziell gut für eine spezifische Fischerei. Rollen zum Spinnfischen, die wegen dem ständigen Auswerfen und Einholen des Köders besonders abnutzungsresistent sein müssen. Richtig stabile Rollen mit hoher Bremskraft, die sich für die Welsfischerei eignen, dafür aber etwas schwerer ausfallen. Oder auch Freilaufrollen zum Grundfischen, die über ein spezielles Bremssystem verfügen, damit der Fisch ohne grossen Widerstand in einem ersten Moment mit dem Köder abziehen kann. 


Front- vs Heckbremse

Grob lassen sich die Stationärrollen in zwei Typen einteilen. Frontbremsrollen, bei denen sich die Bremse für den Drill auf dem Spulenkopf befindet. Der zweite Typ sind die Rollen mit Heckbremse, wo sich die Bremse am hinteren Teil der Rolle befindet. Grundsätzlich ist es erst einmal Geschmackssache, welches System einem besser liegt.
Einige Heckbremsrollen verfügen zusätzlich über eine sogenannte Kampfbremse. Das ist ein zusätzlicher Hebel, der sich an der Bremse befindet, mit dem man sehr schnell die Bremskraft verstärken oder lockern kann, ohne die ursprünglich eingestellte Bremskraft verstellen zu müssen. Das kann natürlich ein Vorteil sein, wenn man möglichst schnell auf eine unerwartete Flucht des Fisches reagieren muss.
Allerdings bringt die Frontbremse mehr Vor- als Nachteile mit sich. Mit etwas Übung lässt sich die Bremskraft auch sehr schnell anpassen. Der entscheidende Vorteil ist jedoch die Genauigkeit der Bremseinstellung. Rollen mit Frontbremse können oftmals viel genauer eingestellt werden. So findet man ab einer gewissen Preisklasse ohnehin nur noch die Frontbremsversionen, was eigentlich schon sehr viel über dieses System aussagt.


Freilaufrollen

Bei der Freilaufrolle wird zuerst die gewünschte Bremskraft an der Front- oder Heckbremse eingestellt. Diese Rollen verfügen zusätzlich über einen Hebel, mit dem man den Freilauf aktivieren kann. Das heisst, wenn der aktiviert ist, kann der Fisch ohne grossen Widerstand Schnur von der Rolle ziehen, bis man den Anschlag setzt. Also perfekt geeignet für das Grundfischen.

Kapselrollen

Die Kapselrollen sind vom Handling her sehr einfach zu bedienen. Allerdings handelt es sich dabei um einen sehr alten Rollentyp, der sich nie wirklich durchgesetzt hat, aber auch nie ganz ausgestorben ist. Das Werfen damit fällt gerade Einsteigern oder Kindern sehr leicht damit. Auch wenn man an einem stark verwachsenem Gewässer fischt, bringt die Verkapselung gewisse Vorteile mit sich. So gibt es keinen Schnurfangbügel der sich in den Pflanzen verheddern kann. Der feine Schnurabzug kommt dem einer Laufrolle sehr nahe, was z.B. ein Vorteil beim Zapfenfischen im Fliessgewässer sein kann.
Alles in allem verfügt eine moderne Stationärrolle aber über einen viel schöneren Lauf als eine Kapselrolle.

Rolle mit Frontbremse
Freilaufrolle mit Heckbremse

Innenleben

Das Innenleben einer Stationärrolle besteht aus vielen verschiedenen Kleinteilen. Kugellager, Achsen, Zahnräder. Alles zusammen entscheidet darüber, wie ruhig eine Rolle läuft. So wird auch immer die Anzahl Kugellager vom Hersteller angegeben. Viele Kugellager sind sicher mal nicht schlecht, aber noch viel entscheidender dabei ist die Qualität eines Kugellagers. Lieber weniger Lager, dafür qualtitativ hochwertige, die lange für einen schönen Lauf der Rolle sorgen.

Weitere wichtige Komponenten sind die Zahnräder. Hochwertige Rollen besitzen präzise gefertigte Zahnräder aus Messing oder Bronze. Je präziser diese gefertigt und verbaut wurden, desto langlebiger ist die Rolle.

Rollengrösse und Zielfische - eine ungefähre Übersicht!

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  • Gute Übersicht der verschiedenen Rollen Typen

    Liebes fischen.ch Team

    Den Bericht über Stationärrollen habe ich mit grossem Interesse gelesen. Eine wichtige Fischart habt ihr bei der Tabelle zur "Hilfestellung bei der Wahl Deiner Rollengrösse" wohl vergessen? Der neben dem Wels wohl zweitstärkste Fisch in den heimischen Gewässern: Den Karpfen!
    Was ich bei den Angaben der Rollen bei Euch etwas vermisse, ist die Angabe der maximalen Bremsleistung. Diese wird leider nicht oft angegeben.

    Ansonsten finde ich den Bericht, wie auch das Video
    gut gemacht!

    Viele Grüsse aus Zürich: Kari

  • Guter Input

    Hallo Karl

    Vielen Dank für Dein Feedback. Mit den Karpfen hast Du natürlich recht. Das werden wir bei Gelegenheit noch so auf der Grafik ergänzen. Auch die Angabe zu den Bremsleistungen der Rollen wäre sicher noch eine gute Ergänzung.

    Beste Grüsse aus Langehtal,
    André

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