Slowenien

Im Februar 2015 suchte ich wieder einmal eine Abwechslung zu den Tropen. Es sollte ein dicker Huchen werden, da mich dieser Fisch schon immer reizte.

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Die Tage vor unserer Abreise fielen an unserem Zielort in Slowenien unglaubliche Mengen Schnee, so dass wir Angst hatten, dass wir gar nicht bis dorthin kommen. Doch Glück gehabt, wenige Stunden vor unserer Ankunft wurde die Strasse ausgegraben und wir kamen irgendwie doch zu unserer Unterkunft an der Kolpa.

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Dort erwartete uns unser Guide, der uns Tackle-Tipps gab und uns in die Huchen-Anpirsch-Taktik einweihte.

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Nach einer schlaflosen Nacht (wie das bei mir immer vor dem ersten Angeltag der Fall ist) standen wir am nächsten Morgen noch im Dunkeln an einem grossen Pool.  

Gefischt wird mit Oberflächenwobbler, die man ganz langsam einziehen muss. Nach wenigen Würfen ist dann eine Pause angesagt, damit die Fische nicht misstrauisch werden – ziemlich hart, wenn man weiss, dass im Pool 20 kg Fische herumschwimmen.

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Bereits beim 4. Wurf verspürte ich einen ganz feinen Biss, der aber nicht hängen blieb. So krochen wir teilweise auf allen Vieren nach 2 h werfen wieder den steilen Hang durch meterhohen Schnee hoch zurück zur Unterkunft. Nach dem Frühstück und anschliessendem Nickerchen ging es nachmittags endlich wieder raus.

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Tagsüber werden fast ausschliesslich Schwammköder, Huchenzöpfe und Gummifische, die über den Grund gezupft werden, eingesetzt.

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Der Huchenbestand in Slowenien ist sehr gut, da sie zurückgesetzt werden müssen und auch immer ein Guide dabei sein muss. Die Huchen sind aber sehr vorsichtige Fische und so sind die Bisse kaum von Bodenkontakt zu unterscheiden, zudem sind die Fressphasen sehr kurz und die Pausen dazwischen dauern nicht selten 1-2 Wochen und so sind Schneidertage mehr als üblich. Laut Guide waren die Bedingungen aber top: Temperatur, Wetter und Mondphase stimmten.

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Irgendwann spürte ich tatsächlich einen verdächtigen Zupfer und es zappelte zu meinem Erstaunen ein halbstarker Huchen nach meinem Anschlag am Schwamm.

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Am Abend standen wir dann wieder an einem grossen Pool, wo die Wobbler wieder zum Einsatz kamen, dort erwischte dann mein Kumpel ein schönes Exemplar.

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Leider ist Nachtfischen verboten, denn das wäre die beste Zeit, so konnten wir am Morgen und Abend nur kurz im Dunkeln fischen. Am zweiten Tag kämpften wir uns wieder durch den tiefen Schnee, konnten jedoch keine weiteren Fische mehr fangen.

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Noch am Abend fuhren wir dann an die Save, wo wir am nächsten Morgen unseren letzten Tag verbrachten. Da es mit dem Patent einige Zeit dauerte, begannen wir erst später und so ging es gegen Mittag in die schnelle Strömung, wo dann ein nächster feiner Zupfer zu spüren war. Also sofort angehauen und einen mittleren Huchen in Empfang genommen.

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Eigentlich ein super Ergebnis und ich war schon zufrieden, aber irgendwie wollte ich doch ein Monster. Am Abend führte uns unser Guide zum Abschluss an einen in ganz Slowenien bekannten Spot. In den werfe ich meinen Zopf genau einmal hinein, bis es wieder nur minim zuckt, also sofort anschlagen und ich merke ein schweres Gewicht als bisher, aber auch dieser Fisch ist nach wenigen Sekunden an der Oberfläche, wo ich dann erkenne, dass mein Monster am anderen Ende hängt. 

Leider kämpfen Huchen kaum, sie schütteln aber sehr eindrücklich ihren massiven Kopf mit weit geöffnetem Maul.

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Nach wenigen Minuten kann ich dann den Ausnahmefisch landen, ein wahrer Traumfisch.

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Ich bin gespannt, wann ich mich auf den Weg zu den Marmoratas und Taimen mache, das sind auf alle Fälle zwei Süsswasserfische, die ich auch noch an einem meiner Haken sehen möchte.

 

Es gibt aber noch andere grosse Fettflossenträger in fernen Ländern, seid gespannt!

 

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