Silurus Glanis Wurscht

Erst einmal in meinem Leben hatte ich bis jetzt Wels gegessen, ein guter Freund von mir hatte beim Schleppfischen auf Hecht ein mittelgrosses Exemplar als Beifang und lud anschliessend zur Grillparty bei sich zuhause ein.

Das zarte, sehr schmackhafte und fast grätenlose Fleisch des Welses, so wie auch das urtümliche Wesen diese erbarmungslosen Räubers hat mich seither noch oft im Traum und auch sonst, beschäftigt.
Seit letztem Sommer also versuchte ich mich ab und an mal in einer warmen Nacht an einem Welsgewässer - leider bisher immer erfolglos. Auch wenn neben mir, mit gleichem Köder wie ich, gefangen wurde, meine Knicklicht bewegte sich irgendwie nie.

Das wollte ich also ändern und besann mich eines Tipps, den ich vor langer Zeit von einem Freund erhielt der an Baggerseen erfolgreich auf Welse angelte;

"Nimsch ä fettigi Bradwurscht, lasch se e Tag ar Sunnä la ligä und de use dermit!".

Dies beherzigte ich mir jetzt einmal, innerlich schmunzelnd und ging mit Ködernadel, Grundblei und Wurst an den Bielersee. Kaum ausgeworfen knarrte meine Bremse und der Anhieb sass. 


Nach kurzem Drill konnte ich meinen ersten Wels feumern, das kühle Siegesbier stand bereit und jetzt freue ich mich darauf, auch in der Küche mal was neues ausprobieren zu können.

Mal schauen, ob es besser schmeckt, als eine Saucisse Vaudoise...

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