Silberner Februar

Jetzt ist er da, der Monat des Grauens.

Die Raubfische sind sich fürs Laichen am vorbereiten und haben an den meisten Orten bereits Schonzeit.

Ich bin kein Freund davon, die Raubfische noch da zu suchen, wo sie keine oder noch keine Schonzeit haben. Ich gönne meinen Lieblingen ihre Pause.

Also, was macht man nun im Februar, um nicht Zuhause zu versauern?

Da im Moment die Felchen nicht sehr bissig sind, fällt diese Alternative ins Wasser.

Noch beim Alternativen suchen, klingelt das Telefon.  Stefan steht auf dem Display, ich bin mir sicher, dass er sich momentan die selben Gedanken macht. Also nehme ich ab und bin gespannt, was so seine Ideen sind. 

„Komm doch mit mir Seeforellen schleppen‘‘ sein Vorschlag. Schleppen? Ich? Du? Denke ich noch so, in der Annahme, dass er mich nur veräppeln will.

Ich bin ehrlich, ich halte nicht viel vom Schleppen, da es mir einfach zu langweilig ist. Eigentlich war ich der Meinung, dass Stefan dies auch so sieht.

Womöglich ist es im Moment jedoch die einzige Alternative um doch noch auf dem See zu sein um schöne Fische zu fangen. Beim Werfen auf Seeforellen war ich bis anhin nicht sehr erfolgreich.

Also, damit jetzt die Einleitung nicht noch den ganzen Server von fischen.ch aufbraucht, mache ich es kurz und bündig.

''Aschi goht go schleipfe!!''

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So traf ich mich mit Stefan am nächsten Morgen. Da sein Boot auf dem Obersee platziert ist, wo das Angeln mit Downrigger verboten ist, fuhren wir erst einige Minuten zum tieferen Seeteil des Zürichsee. Im tiefen Seeteil ist das Fischen mit Dowriggern erlaubt. Mit 115 PS, haben wir diese Strecke jedoch sehr schnell hinter uns gelassen. Da wir die Forellen in den tieferen Regionen vermuteten, war es uns wichtig, zwei Downrigger mit je zwei Ruten einsetzen zu können.

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An der oberen Rute, eines der Downriggers, montierte ich vor der Perlmuttspange eine Water Wolf Kamera, damit auch diese mal zum Einsatz kommt. Auf den Seiten setzten wir je zwei Ruten mit Schleppbrettern ein.

So dümpelten wir nun im Trollingmodus auf dem Zürichsee umher. 

Plötzlich springt Stefan auf, nimmt die Rute in die Hand und meinte, dass er gerade zugeschaut hat wie das ‘‘Brättli‘‘ nach hinten gezogen wurde. Schon stand ich mit dem Feumer bereit und im Nu war die Forelle im  Boot. Was für ein Fisch!! Mit gut 60 cm waren wir mehr als nur zufrieden.

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Zuhause angekommen, schaute ich mir die Aufnahmen der Water Wolf an. Natürlich im Schnelldurchlauf, alles andere wäre wohl noch langweiliger als Schleppfischen. :)

Und sehe da, plötzlich ein Schatten hinter dem Köder!!

Einer Seeforelle schien meine Spange zu gefallen. Jedoch blieb der Biss aus, was womöglich an dem extremen unruhigen Lauf der Spange liegen könnte. Also beim nächsten Mal, den Haken 180 Grad drehen, damit hoffentlich der Lauf ruhiger wird.

 

Da ich den Ort anhand der Aufnahmezeit einigermassen einschätzen konnte, war mir klar, da muss ich unbedingt nochmals vorbei.

Da Stefan kommenden Samstag keine Zeit hat, fragte ich Florentina an, die sofort zusagte. Nun muss halt mein Boot dran glauben. Ich denke, dass das Schleppen auch vom SwissCat aus funktionieren sollte.

Die Tage bis zum Samstag gingen kaum vorbei. Wer kennt es nicht, dieses Gefühl?

Nach diesen harten Tagen, voller Vorfreude und grossen Erwartungen, war es dann endlich soweit und wir konnten in See stechen.

 

Ihr könnt euch ja schon vorstellen was jetzt kommt. So ziemlich an der vermuteten Stelle, schlug die Rute am Downrigger aus und die Bremse fing an zu kreischen. Forelle 61cm !!!!!!

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Natürlich denke ich nicht, dass es sich um die Forelle auf dem Video handelt, aber das Fischergesetz hat wieder mal gezeigt, was alles möglich ist, wenn man nur ans oder aufs Wasser geht.

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Schleppen ist zwar langweilig, jedoch kann es in Februar eine Alternative sein um doch noch aufs Wasser zu kommen. Beim Gassi gehen mit dem (See)-Hund, muss man wenigstens die Scheisse nicht einsammeln ;)

Petri Heil

Aschi

 

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