Rapfen rocken! von Danni Schäfer

Rapfen rocken Jeder, der viel Zeit am Wasser verbringt, hat sie schon gesehen. Den Süßwassertorpedo namens Rapfen.

Oft verrät er sich bei seiner Jagd auf kleinen Beutefischen, wenn er mit Tempo die Wasseroberfläche durchbricht und wir ihn meist im Augenwinkel wahrnehmen, noch bevor er seine Anwesenheit durch lautes Platschen nicht mehr verbergen kann.

Typisch für den Rapfen sind starke Strömungen, z.B. an Wehren, Hafeneinfahrten oder auch an Buhnenfeldern. Doch ganz so einfach machen es uns die Silberpfeile nicht, denn auch in ruhigeren Bereichen zieht er oft unbemerkt seine Bahnen.

Kaum ein Spinnfischer kann der Versuchung widerstehen, einen Wurf zu machen, sobald das Wasser vor ihm spritzt. Doch gerade der Rapfen kann auch einen ambitionierten Angler zur Verzweiflung bringen.

Wenn mich ein Fisch an meine Grenzen der Geduld gebracht hat, dann der Rapfen. Fallen die Köder nur ein wenig aus dem Beuteschema, werden sie konsequent ignoriert. Auch wenn beim ersten Biss der Haken nicht in das harte Maul eindringt, hilft oft nur ein Köderwechsel oder eine Kaffeepause.

Auch wenn sich die eigentlichen Friedfische stundenlang nicht zu erkennen geben, sind sie trotzdem da und es wird derjenige belohnt, der Ausdauer beweist und eifrig seine Köder durch das Wasser sausen lässt.

Köderwahl und Material sind entscheidend, um nach einem sportlichen Drill den Rapfen in den Händen halten zu dürfen. Zu Beginn versuchte ich es mit meiner Zanderpeitsche, da ich beim Fischen auf die Stachelritter auf die Rapfen aufmerksam wurde. Fluorcarbon und recht große Snaps, die notwendig sind, um den Anhieb beim Zander zu setzen, verscheuchten die Rapfen jedoch nur. Also wurde das Geschirr nach und nach immer feiner und die Köder kleiner. Mittlerweile verwende ich eine Rute von gerade mal 17g Wurfgewicht und Vorfachmaterial mit 3-4kg Tragkraft.

Zur Köderwahl kommen nicht zu tief laufende Wobbler von 5-9cm in Frage, mit denen ich auch mal ein paar Meter mehr hinaus komme. Da der Köder relativ zügig eingeholt wird, ist Wurfweite gefragt, um ihn so lange wie möglich im Wasser zu haben.

Wenn alle Bedingungen stimmen und das notwendige Quäntchen Glück auch dazu kommt, wird man auch mit einem schönen Fang belohnt.

In diesem Sinne,

Tight Lines,

Danni

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