Predatortour 2016

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Die Predatortour ist eines der grössten Raubfischturniere in Europa, 200 Angler auf 100 Booten kämpfen um den Titel als European Champion.

Die Predatortour findet jährlich statt und wird inoffiziell auch als Europameisterschaft im Raubfischangeln gewertet.

Das Turnier findet in Holland statt und umfasst die Reviere Hollandsdiep, Haringvliet und Amer. Gefischt werden 3 Tage.

Ziel des Turniers ist, 3 Hechte, 3 Zander und ein Egli zu fangen.

Dabei ist zu beachten, dass die Zander erst dann in die Wertung kommen, wenn das Team es geschafft hat, die drei Hechte zu landen. Der Egli kommt in die Wertung, wenn die drei Hechte und drei Zander gefangen sind. Die Reihenfolge jedoch, muss nicht zwingend eingehalten werden.

Da in Holland Catch&Releas Standard ist, werden die Fische für die Wertung, kurz auf einem Brett mit Skalierung fotografiert und sofort wieder frei gelassen.

Wichtig ist, dass auf jedem Foto die sogenannte Save-Card drauf ist, welche jeden Morgen, nach dem Boots-Chek, dem Team übergeben wird. Gefischt werden darf nur mit Kunstköder.

 

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Zusammen mit meinem Bruder und den Swiss-Fishers Andy und Röbi, sind wir am Dienstag in Holland angekommen und haben sogleich die Boote zu Wasser gebracht.

Das Ferienhaus konnten wir auch bald beziehen und einrichten.

Die Ferienanlage ist top und die Häuser wirklich auf einem guten Standard.

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Am Mittwoch stand der erste Trainingstag auf dem Programm.

Da wir noch einen guten Spot aus dem letzten Jahr kannten, fuhren wir sofort dahin um zu testen, ob dieser immer noch zieht. Und sehe da, nach nicht mal 30 Minuten ist der erste Hecht eingestiegen. Sofort beschlossen wir den Spot nicht länger zu befischen, um uns diesen auf den Start aufzusparen.

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An diesem Spot konnten wir im 2015, damals war ich noch mit Urs Stöckli im Team, 3 gute Hechte fangen, welche uns damals den guten 8. Platz sicherten.

Den Rest des Tages verbrachten wir damit, weitere gute Hechtspots ausfindig zu machen.

Am Donnerstag, letzter Trainingstag, beschlossen wir nicht mehr auf Hechte zu fischen da wir diese nicht vorwarnen wollten. So waren die Zander und Egli unsere Zielfische. Zander sind in diesem Abschnitt eigentlich sehr leicht zu fangen, ob mit Spinnerbait im Flachwasser, Gummi an der Kante, Vertikal im Haubtstrom oder mit Hardbaits an den Steinpackungen, auf alles haben wir Zander gefangen.

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Am Abend, fand die Instruktion durch die Wettkampfleitung statt.

Am ersten Wettkampfstag mussten wir bereits um 06:00 zum Boots-Chek. Bei diesen Kontrollen werden alle Boote durchsucht, damit niemand was Verbotenes mitnehmen kann. Auch die Bootsausrüstung wurde kontrolliert, darunter der Feuerlöscher, Reserve-Benzinkanister, Schwimmwesten, Rettungsring und weitere Gegenstände, welche man in Holland auf dem Boot haben muss.

 

Nach überstandener Inspektion konnten wir die Save-Karte entgegennehmen und uns in die Wartezone begeben.

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Als wir aus dem Hafen fuhren, trauten wir unseren Augen nicht, der Rhein kam sehr trübe daher und wir wussten sofort, dass es nun extrem schwierig werden würde, Hechte an den Haken zu kriegen. Das Wasser aus den Unwettern in Süddeutschland war nun auch in Holland angekommen.

Der Start mit 100 Booten war sowas von genial, dass muss man einfach mal erlebt haben.

 

Mit unserem Boot waren wir bezüglich der Geschwindigkeit etwa im Mittelfeld vertreten. Es ist schon krass, wenn man einen guten Start hinlegt, einige Boote hinter sich lässt, aber im selben Augenblick von Booten mit 250PS Aussenbordern überholt wird und einem dabei noch ein Helikopter über den Kopf fliegt.

 

An unserem Spot angekommen fanden wir dann doch noch eine Ecke mit besserem Wasser, welches sich in einer Rückströmung halten konnte. Nach gut 45 Minuten werfen stieg dann auch der erste Hecht ein, mit 75cm zwar nicht der Grösste, aber wichtige Punkte in der Wertung und auch die Nervosität konnte mit diesem Fisch gesenkt werden.

Leider war dieser Fleck sauberes Wasser dann auch bald verschwunden und wir mussten uns neu orientieren.

So kam es, dass wir den ganzen Tag keinen guten Spot mehr finden konnten, da das Wasser überall braun war.

Am Samstag wurde der Start mehrmals verschoben, da dichter Nebel über dem Gebiet lag, die Polizei war vor Ort und wollte den Start nicht frei geben.

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Zwei Stunden später konnten wir dann doch noch starten.

Von einigen Kollegen, welche wir schon von der letztjährigen Tour kannten, haben wir erfahren, dass das Wasser in den unteren Revieren besser sein soll, da das Meer bei Flut hinein drückt und somit vor allem die Uferpartien aufhellen lässt. Leider hatten diesen Plan auch fast alle anderen Boote und somit wurde es schwierig einen Platz zu finden. Ausser ein paar Nachläufer und einen dicken 45er Egli konnten wir keinen Hit verzeichnen.

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Am 3. uns somit letzten Wettkampfstag wollten wir weiterhin an unserer Strategie festhalten, nur grosse Köder fischen und versuchen noch die zwei Hechte zu landen. Sollte es bis zum Mittag gelingen, wären wir wieder im Rennen, da die Zander ja nicht sehr schwierig zu fangen sind.

Also fischten wir weiterhin grosse Köder. Ich fischte mit einem 8“ Lunker City Shaker als ich eine vielversprechende Krautkannte ausmachen konnte. Und schon beim Aufprall aufs Wasser, Biss!!!!

Ich sah sofort, dass es sich um einen grossen Hecht handelt. Dieser reagierte sehr aggressiv auf die Haken in seinem Maul und zeigte sich von der fiesesten Seite. Bei einer Wassertiefe von ca.60cm ist eine Flucht unter dem Boot hindurch für jeden Fischer nicht angenehm, vor allem wenn man bedenkt, dass hinten die Schrauben des Aussenborders und vorne die des Bugmotors im Wasser sind! Wo soll ich nun mit der Rute durch? Mein Bruder reagierte sehr schnell, legte den grossen  Feumer auf die Seite und zog sofort den E-Motor hoch. So konnte ich mit der Rute am Bug vorbei und den Hecht ruhig ausdrillen. Bei ca.30 Kg Masse, davon bestimmt über 20Kg Kraut am anderen Ende, war dies jedoch nicht eine Sache von wenigen Sekunden. Schliesslich waren erleichtert, als der Fisch im Feumer lag.

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Leider fehlte uns zum Schluss der dritte Hecht, wesshalb wir uns nicht für einen Spitzenplatz qualifizieren konnten.

Trotzdem, es war wieder mal eine super Woche an einem spitzen Revier. Im nächsten Jahr, werden wir bestimmt wieder angreifen!

 

Vielen Dank an fischen.ch für die Unterstützung!

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