Portrait Thomas

Schon als 6 jähriger konnte ich, sei es am Meer im Hafen, an der Aare oder am Bielersee, die Geduld meiner Eltern strapazieren, in dem ich einfach nicht aufhören wollte, ins Wasser zu starren und die Fischer bei ihrer Tätigkeit zu beobachten. Was wollte ich irgendwo hinwandern, in die Stadt gehen oder mich anderwärtig beschäftigen , wenn ich doch hier Wasser und Fische hatte. Gibt es denn etwas spannenderes? Ich musste dann leider meist nachgeben und wieder weg vom Wasser aber die Faszination nahm ich mit mir.

Über die Jahre hatte ich ein fast vergessen, wie fest es mich eigentlich ans Wasser zog, bis ich als 14-jähriger mit einem Freund, der an der Emme wohnte, zum Forellenangeln mitdurfte. „Zwar nur ein knapp massiger, aber weil es dein erster ist, entnehmen wir ihn“, sagte er, als ich die erste und einzige Rotgepunktete mit dem „Löffeli“ aus dem Wasser zog an dem besagten Tag.

Jetzt war das Feuer in mir entfacht.Ich erwarb sofort ein Angelpatent, besuchte einen Jungfischerkurs und verbrachte jede freie Minute am Wasser (was ich auch heute, so gut es geht, noch versuche). Meine Faszination für alles was unter der Wasseroberfläche zu finden ist, ging jedoch noch weiter: ich absolvierte später ein Biologiestudium mit dem Schwerpunkt Fisch- und Gewässerökologie und landete nach dem Abschluss in der Gewässergruppe des WWF Schweiz. Als Koordinator des Projekts Riverwatch durfte ich mein Wissen zu den Themen Flussrevitalisierung und –aufwertung noch weiter vertiefen.

Oft denke ich an meine erste Forelle zurück und staune, was sich seither alles verändert hat, was ich erleben durfte und wie auch ich mich verändert habe.

Mit dem Ziel, Praxis und Theorie, aber auch Umweltschutz und Interessen der Fischer, zu verlinken, werde ich Euch gerne in Zukunft von zeit zu Zeit von meinen Erlebnissen, Projekten oder Fängen Berichten.

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