Mauritius - die ein bisschen andere Tour

Letzten Samstag wurden wir in Mauritius mit dem Boot abgeholt, auf dem wir 6 Tage bleiben wollten. Zu unserem ersten Spot mussten wir 200km fahren, leider streikte der Motor nach 3h und wir konnten nochmals bei der Insel anlegen. Gegen Mitternacht war dann der Mechaniker fertig und es konnte weiter gehen.

Von Madagaskar aus näherte sich ein Zyklon, welchen wir schon ziemlich spürten. Die hohen Wellen liessen uns in der Nacht immer wieder komplett vom Bett abheben und wir küssten regelmässig die Decke.

Mit einem halben Tag Verspätung kamen wir dann an Spot 1 an, wo wir sehr erfolgreiches Jiggen erlebten. Zu Beginn gab es praktisch bei jeder Drift Doggies, Wahoos und diverse Grouper und Snapper.

Dann kam die Meldung vom Kapitän, dass der Zyklon wohl nahe an Mauritius vorbei geht und wir somit in den Norden „flüchten“ müssen oder uns in Mauritius einnisten können. Also ging es weitere 200km in den Norden und auch in dieser Nacht konnten wir dank den Wellen kaum schlafen. Nach ca. 15h kamen wir aber im Paradies an.

Wir ankerten in einer Lagune in keinen 2m Wassertiefe. Unter uns schwammen regelmässig Schildkröten und viele Haie bis ca. 3m herum, mit letzteren konnte man sehr gut spielen. Der Kapitän setzte uns auf der Insel aus und liess uns vom Ufer fischen, leider bei ablaufendem Wasser, was dementsprechend wenig Fisch brachte, dafür eine anschliessende ruhige Nacht, die wir alle brauchten.

Am nächsten Tag begannen wir mit Poppern auf GT’s und nach kurzem stieg auch ein Monster ein, verkroch sich aber leider im Riff und zeriss die Schnur. Sonst gab es noch einen halbstarken und ein paar farbige Fische. Laut Kapitän eine äusserst schlechte Ausbeute, wobei wir dann aber wegen zu starkem Wind abbrechen mussten, da uns die Köder fast wieder entgegen kamen, wenn man sie auswarf. Also ab an eine geschützte Stelle, wo es auf Jigs viele kleine Grouper und Snapper in allen Farben gab.

Die letzte Stunde liess er uns dann aber endlich auf den „Jurassic Berg“, wo es dann fast im Minutentakt knallte und wohl auch kaum Fische unter 15kg an den Haken kamen. Es gab einige Doggies bis 33kg und GT’s bis ca. 40kg, danach wurde es leider dunkel und wir machten uns auf eine 6 stündige Fahrt zum eigentlichen Spot 2.

Dort plötzlich Ententeich und keine Strömung, was auch im Meer sehr schlecht ist. So jiggten wir bis in über 150m und bewegten uns dabei kaum. Ein paar Doggies und Kleinfische gab es dann doch. Während den Spotwechseln wurde mit 3-4 Ruten geschleppt. Marlin, Sail, Wahoos, Mahi Mahis, Bonitos und Yellowfins stiegen dabei ein.

Als es dunkel wurde, steuerten wir auf den Spot 1 zu, wo wir frühmorgens hätten ankommen müssen und unseren letzten Angeltag verbringen wollten. Leider fuhren wir über ein altes Fischernetz, das sich um den Propeller drehte. Das bekamen wir nicht ganz weg, hatten aber das Glück, dass der andere Propeller nicht betroffen war. Jedoch hiess es nun einen Tag früher Richtung Mauritius zu fahren, damit wir den Flug erreichen. Nach 40h bei wieder extremen Wellen, kamen wir dann aber heil an. Der Kapitän meinte zum Schluss, dass wir wirklich alles auf einmal abbekamen, was er in seiner ganzen Karriere zusammenfassend nicht erreichte.

Das war wohl der heftigste Trip bisher, leider nicht unbedingt vom Fischen her gesehen, aber jeder von uns konnte ein paar ganz schöne Fische fangen.

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