Lachsfischen in Schottland

Montag Morgen, 8.30 Uhr, 10. August 2015, wir sind endlich wieder am Fluss! Wie seit bald 25 Jahren fahren wir, mein Bruder Patrik, unser Kumpel Patrick und ich, an den River Tay in Schottland, um den atlantischen Lachsen nachzustellen. Der Fluss ist hoch, fast einen Meter über dem normalen Sommerstand, dafür praktisch klar (sofern das bei Moorwasser möglich ist, sieht aus wie das magische schottische Getränk, das immer im Flachmann "auf Mann" ist...).

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Beim obligatorischen Münzwurf darf ich als "Gruppen-Oberhaupt" Kopf oder Zahl wählen, ich gewinne! Dieses Prozedere erfolgt jeweils immer am ersten Morgen, da das Beat in zwei Strecken unterteilt ist, wobei jeweils 3 Ruten pro Strecke fischen (das wechselt dann jeweils am Mittag). Somit wähle ich den unteren Teil, der ist bei dem Wasserstand immer besser, da im oberen Abschnitt der beste Pool nicht befischt werden kann...

Einige Minuten späterhaben wir drei uns verteilt, und es geht gleich ordentlich los! Ich beginne natürlich mit der Fliege, beim dritten Wurf bereits der erste Biss, den ich mal wieder daneben setze (passiert mir fast jedes Jahr beim ersten Biss auf die Fliege)! Was solls, wir sind ja erst 5 Minuten am Wasser... Einige Würfe später, wieder Biss! Meine Runningline verfängt sich unbemerkt an der Rolle, der Fisch kann keine Schnur abziehen, und wieder weg... Bin ja auch selber schuld, denke ich noch so bei mir, da kommt bereits wieder ein Biss! 3 Bisse innerhalb von knapp 20 Minuten am ersten Morgen, was wird das wohl für eine Woche werden! Dieses Mal kann ich den Lachs landen, ein kleiner 5 pfündiger Bock, der darf natürlich wieder schwimmen...

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Ich fische die Strecke abwärts und mein Bruder kommt von unten her hoch und beginnt dort, wo ich die Bisse hatte. Da er noch nicht so geübt ist mit der Fliege, fischt er mit verschiedenen Hardbaits. Auf den orange-goldenen Rappala kriegt auch er beim ersten Wurf gleich einen Fisch ans Band, ein schönes Exemplar von ca. 12 Pfund. Mitnehmen zum Räuchern, hat er mich gefragt... Ich meinte nur so nebenbei (und dummerweise), wenn der Montag so beginnt, dann folgen diese Woche noch viele Fische, so liess er ihn wieder schwimmen... Etwas dumm war natürlich, dass sich auch in Schottland die Fische nicht an die Wünsche der Fischer halten, denn das war der grösste Fisch der Woche gewesen...

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Die Woche vergeht natürlich wieder viel zu schnell, doch dieser Montag Morgen (oder besser gesagt, die erste Stunde davon) war doch sehr speziell gewesen. Insgesamt fangen wir zu dritt 6 Fische, die andere Gruppe 4. Hoffentich wird es Ende September besser, denn in 5 Wochen bin ich bereits wieder hier, ein Beat unter unserem, und der September zählt zum Aufstiegsreichsten Monat neben dem Oktober... Aber dazu mehr im nächsten Beitrag!

in diesem Sinne, tight lines und c'mon the fish!

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