Home Sweet Home

Viel zu lange habe ich meinen Fischerbuddie Jérémie nicht mehr besucht. Auch mein letzter Zander liegt weit zurück. Zander und Jérémie? Das passt wie die Faust aufs Auge. Also Ruten und Köder zusammengepackt und ab in meine zweite Heimat, nach Fribourg.

Bei einem guten Stück Fleisch vom Grill und dem einten oder anderen guten Tropfen arbeiteten wir unseren Schlachtplan für den gemeinsamen Fischertag aus. Mein Ziel war dementsprechend hoch gesteckt.  Ich wollte die „Triplette“: also Zander, Hecht und Egli. Auf die letzteren konnte mir Jérémie eine Fanggarantie geben, denn er konnte in den letzten Wochen wahre Egli-Sternstunden erleben.

So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass wir am nächsten Tag gleich mit einigen schönen Egli das Skore eröffnen konnten. Dass mir Jéjé dabei immer einige Fänge voraus ist, daran habe ich mich schon längstens gewöhnt, denn er kennt diese Fische wie seine Westentasche.

Zielfisch Nummer 1: check

Wir machten uns nun auf die Suche nach den grösseren Räubern. Schon ziemlich bald konnten wir auf dem Echolot verdächtige Zandersicheln ausmachen und rüsteten dementsprechend um. Lange ging es nicht und schon knallte es in Jérémies Rute und der erste Zander kam zum Vorschein. Und auch der nächste Biss liess nicht lange auf sich warten. Diesmal schlug es wie ein Blitz in meine Rute ein. Was für ein Granatenbiss, doch leider blieb der Fisch nicht hängen. Das wäre mein ersehnter Zander gewesen und erst noch ein guter. Egal, Mund abwischen weiter gehts!

So plötzlich wie die Zander aufgetaucht sind, so schnell sind sie auch wieder verschwunden. Dann widmeten wir uns halt wieder den Barschen. Aber auch dort harzte es langsam ein bisschen und die Fische waren nicht mehr so in Beisslaune. Um so überraschender kam der nächste Biss. Ein schöner sechziger Hecht lieferte einen kurzen intensiven Drill an meiner  Eglirute. Stahlvorfach beim Eglifischen? Fehlanzeige! Aber der Keitech Swing Impact hing schön im Mundwinkel, also nochmals Glück gehabt.

Zielfisch Nummer 2: check

Noch blieben mir einige Stunden um die Triplette zu schaffen. Aber diese verflixten Zander waren überall und doch nirgendwo. Wir orientierten uns weiter an den Futterfischschwärmen und passten die Köder und die Technik dementsprechend an. Da auf Wobbler genau gar nichts lief, begannen wir mit kleinen Gummifischen im Freiwasser zu jiggen. Et voilà, da kam es dann, das lang ersehnte „Tock“ in der Rute und ich durfte doch noch einen Zander fangen. Kein Riese, aber dennoch habe ich mich tierisch darüber gefreut. Ich liebe diese faszinierenden Fische einfach, vielleicht gerade deshalb, weil sie öfters mal rumzicken und einem das Fischerleben schwer machen.

Zielfisch Nummer 3: check – Triplette geschafft! 

Da auch Jérémie in der Zwischenzeit noch einen kleineren Zander fangen konnte, widmeten wir uns wieder voll und ganz den Barschen. Bis dahin blieben die grossen Jagden der Egli noch aus. Aber auf einmal begann das Wasser zu kochen. Schlag auf Schlag konnten wir ein Egli nach dem anderen fangen. Kleine Gummifische von Keitech und Topwaterköder von Lucky Craft waren dabei Trumpf.

Mit ordentlicher Egli-Action konnten wir einen wunderbaren Fischerausflug auf dem Schiffenensee ausklingen lassen. Schöne Fische gefangen und mal wieder einen unvergesslichen Tag mit meinem Fischerbuddie auf dem Wasser verbracht.
Es ist halt einfach schön in die Heimat zurückzukehren - Home Sweet Home!

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