Euro Nymphing

Die Tage werden wieder länger, der Sommer steht vor der Tür. Die Wassertemperaturen steigen langsam, jedoch steigen die Forellen nur selten zur Oberfläche. Unsere Forellen geraten wieder in Fresslaune und verschlingen jede Larve, die ihnen in die Quere kommt. Nun ist es Zeit die Nymphen aus der Fliegendose herauszunehmen.

Die Nymphenfischerei hat in den letzten Jahren einen Wandel durchlebt. Da die Forellen grösstenteils unter der Oberfläche ihre Nahrung aufnehmen, ist die Chance diese dort zu überlisten sehr gross. Eine Forelle kennt ihre Nahrung sehr gut und verhält sich eher misstrauisch gegenüber unseren Nymphen, die wir ihr präsentieren. Bewegt sich diese anders als sie es gewohnt ist, lässt sie es häufig lieber bleiben. So ist beim Nymphenfischen die Präsentation vielmals der entscheidende Punkt, welche über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.

Deshalb möchte ich Euch das Euro Nymphing vorstellen, das in den letzten Jahren einen grossen Aufschwung in der Fliegenfischerszene erlebt hat. Durch eine lange Rute mit kurz geführter Schnur, soll die Nymphe präzise geführt und jeder Biss sofort erkannt werden. Nicht jeder Ort ist für das Euro Nymphing geeignet, denn gefischt wird auf eher kurze Distanz. Nur so spürst Du den Biss bei gespannter Schnur. Ideal sind Strömungen, tiefere Becken in ca. drei bis fünf Metern Distanz, die effizient abgefischt werden können.

Ich fische regelmässig mit meiner Euro Nymphing Combo, vor allem im Frühling, wenn sich die Forellen noch in der Tiefe aufhalten. Auch dieses Mal hat es mich an einen kleinen Bach gezogen, in welchem sich die Forellen zu dieser Jahreszeit häufig unter Bäumen oder in der Tiefe aufhalten. Mit meiner Schnurklasse 3, 10 Fuss Fliegenrute kann ich mein langes 12 Fuss Euro Nymphing Vorfach effizient in die kleinsten Winkel werfen und somit jede Stelle abfischen. Wenn die Präsentation stimmt, die Nymphe an der richtigen Stelle durchschwimmt, lassen sich die Forellen nicht zweimal bitten. Den Biss merke ich sofort, entweder spüre ich ihn an der gestreckten Schnur, oder bei weiteren Würfen lässt sich ein Biss sofort am markierten Vorfach erkennen. Nach zwei, drei Würfen, habe ich den Flussgrund sozusagen abgetastet und erkenne ob meine Nymphe am Grund festsitzt, oder sich in einem Forellenmaul befindet. Den Anhieb setzen sollte man in beiden Fällen, lieber einmal zu viel als zu wenig.


Viel Spass beim Ausprobieren

Hannes

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