Dry or die - es geht wieder los!

Endlich hat die Forellen Saison angefangen! Für mich gibts einfach nichts schöneres, als mit der leichten Fliegenrute schöne, möglichst natürlich belassene Bäche in der Schweiz zu befischen. Ich bin kein Purist, aber wenn die Bedingungen stimmen und Eintages-fliegen schlüpfen, stelle ich meinen Tag sofort auf “dry fly only” um und werfe nur noch steigende Fische an. Stromaufwärts zu pirschen und Insekten-schlürfende Forellen mit der Trockenfliege zu überlisten, ist für mich einfach das schönste.

Das Anschleichen, beobachten, das schwerelose Werfen und sanfte platzieren der Fliege, die Spannung ob der Fisch steigt - einfach herrlich! Fliegenfischen macht man nicht aus Gründen der Effizienz. Es geht um die Verschmelzung mit der Natur, das Beobachten am Bach, das sich auseinandersetzen mit den natürlichen Abläufen und vor allem das Akzeptieren. Die Natur kann und will nicht gezwungen werden. Man ist den Fischen in ihrem Element nahe und ist trotzdem nur Besucher. Der Erfolg des Tages ist das Gesamterlebnis, nicht die genaue Zentimeter Länge des Fangs.

Oder wie es Mel Krieger schön formuliert hat:
“…The fly began to drop perfectly in the small openings in the irregular bank. Casting effortlessly, I felt I could practically will the fly to the distant targets. Orange light moved over the barren hills and flickered on the moving water. The colors deepened and the magic of the casting and the hour became even more intense. Exultant and feeling completely alone, I started to sing loud snatches of songs, unthinking and a bit wild as I fished through the pool. I knew that I did not want a fish to disturb my fishing."

Eine tolle Saison 2017!

André Abt

 

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