Costa Rica 2014

Da die Seen bei uns erst am 16. Mai wieder befischt werden können, will ich die Gelegenheit ergreifen, einen Bericht über meinen letzten Urlaub zu verfassen.

Ich hatte das Glück im Jahre 2013 Costa Rica mit einem guten Freund zu bereisen. Es gefiel mir sehr, deshalb entschloss ich mich, in diesem Jahr wieder dorthin zu fliegen. Im Gepäck befanden sich zwischen schwerem Geschütz und sehr viel Tackle zwei oder drei T-Shirts, eine Badehose und Sonnencreme. Mehr ist im Februar in Costa Rica nicht nötig, denn Lufttemperaturen von 35°C und Wassertemperaturen von 28°C vereinfachen die Kleiderauswahl.

Mein Ziel war die Pazifikküste von Costa Rica. Nach langem hin und her, entschied ich mich für einen Ort, den ich im letzten Jahr schon besucht hatte. In Santa Teresa und Mal Pais hatte ich beim surfen schon beobachtet, wie die Einheimischen im Wasser standen und stundenlang ihre Handleinen, welche mit Sardinen bestückt waren, durchs Wasser zogen. Dies oft mit grossem Erfolg. Snooks, Jacks oder noch Zackenbarsche (Seabass) wurden regelmässig gefangen. Auch Roosters wurden zwischendurch gefangen. Deshalb entschied ich, mein Glück an diesem Küstenabschnitt zu suchen.

Schon kurz nach der Ankunft in Santa Teresa war mein Ziel nur das Eine, nämlich meine Ruten aus dem Rohr zu ziehen, die Köder auszupacken und diese in die brechenden Wellen zu werfen. Schnell wurde mir klar, dass die Fische da sein mussten, denn überall waren grosse Sardinenschwärme in Strandnähe vorhanden. Auch die grosse Anzahl Möwen und Pelikane deuteten darauf hin. Doch in den ersten Stunden konnte ich ausser Sardinenkontakt keinen Biss provozieren. Dies war aber nach 25 Stunden Reisezeit nicht wirklich ein Problem, denn ich war endlich im Paradies angekommen!:)

Ausgeschlafen und zufrieden, machte ich mich am nächsten Morgen auf zum selben Spot. Die Flut hatte den Strand völlig verändert, von den grossen Felsformationen war nichts mehr zu erkennen. Die Wellen brachen ganz nahe am Strand. Was sich aber nicht geändert hatte, waren die  Sardinen, die waren immer noch hier… Beim dritten Wurf kam der erste heftige Biss. Was es war, kann ich nur ahnen. Mit dem leichten Tackle (40-80gr Jigrute/4000 Rolle/ 16/100 Geflochtene)J konnte ich den Fisch, der meinen 10cm Shad genommen hatte, nicht annähernd stoppen. Was sicher ist, es hat sich gut angefühlt!

Schneller als erwartet hatte ich herausgefunden wie ich die Fische
überzeugen konnte. Regelmässig kamen Bisse. Mittlere Jacks, Bobos, Snooks und weitere kleine Räuber waren bei High-tide in Ufernähe am Jagen. Die bevorzugten Köder waren zwischen 10 und 15 cm lang und auf 7-15 Gramm Bleiköpfe montiert. Farbe und Aktion spielten nicht wirklich eine Rolle. Eine schnelle und grundnahe Führung war meistens die gute Kombination, was nicht immer einfach war, bei bis zu zwei Meter hohen Wellen und starker Strömung! 

(Tipp1: SEHR starke Haken sind ein Muss! Tipp2: versucht es mit GROSSEN Poppern von Strand aus, man wird regelmässig belohnt!)

In den ersten Tagen meines Trips konnte ich immer beobachten wie grosse Scharen an Räuber ausserhalb meiner Reichweite das Wasser zum Kochen brachten. Deshalb entschloss ich einen Trip aufs offene Meer zu buchen. Ich fand eine lokale Agentur die Kajakfishingtrips anboten. Meine erste Wahl war die
richtige.

Um halb 6 wurde ich abgeholt.  Nach kurzer Vorbereitung ging es mit dem Kajak raus aufs Meer. Ich muss eingestehen, dass mir die Vorstellung einen grossen Fisch am  Haken zu bekommen und dabei auf so einem kleinen Boot zu sitzen, zuerst ein bisschen riskant vorkam.  Wie es sich schnell herausstellte, sollte das kein grosses Problem werden. Ich hatte an diesem Tag vor, mit Poppern und Stickbaits Fische zu fangen. Schon nach wenigen Würfen attackierte der Erste von vielen guten Jacks meinen 15cm Popper an der Wasseroberfläche. Den Sound der kreischenden 8000er SW-Rolle werde ich nie vergessen. Einfach ein gutes Gefühl diese kampfstarken Fische hochzupumpen. Wir suchten an diesem Tag die jagenden Fische. Möwen und Fregattvögel kreisten über dem Wasser und verrieten uns den Standort der Räuber. Wir paddelten von Hotspot zu Hotspot, währenddessen wurden hinter dem Kajak immer mittlere Wobbler geschleppt. Wie es im Video ersichtlich ist, gab es auch so gute Fische.

http://www.youtube.com/watch?v=lymjAF8Yd_I

Da es beim ersten Guiding so gut geklappt hatte, und die Jungs der
Agentur absolut top waren, buchte ich weitere Trips. Jedes Mal gab es Highlights. Darunter knallharte Bisse auf Oberflächenköder, Blacktunas die von Haien angegriffen und verzehrt wurden, Wale die plötzlich neben dem Kajak auftauchten um Luft zu holen und noch vieles mehr. Einfach genial!

Ich konnte während diesem Trip unzählige Fische fangen, doch einer bleibt mir momentan noch gestohlen. Obwohl ich ihn mehrmals beim Jagen beobachten konnte und sogar einen unglaublichen Nachläufer hatte, gelang es mir noch nicht, den Rooster zum Biss zu verleiten. (Wenn möglich auf Popper :) ) Deshalb werde ich wohl früh oder später wieder nach Costa Rica reisen, um es erneut zu versuchen.

Bis dahin wünsche ich Allen einen guten Beginn in die Raubfischsaison.

Fish on. Jérémie

 

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