Barschangeln mal anders

Sagen wir das mal so, Vertikalangeln war nie meine Lieblingstechnik. Ich mag es eigentlich aktiver. Das Jiggen liebe ich über alles. Sei es mit leichten oder schweren Ködern. Einen Biss bei gut geführten Ködern zu erhalten, macht einfach Spass.

Vor allem in dieser Jahreszeit verbrachte ich in den letzten Jahren viel Zeit damit Hotspots nach Grosseglis abzujiggen. Von Ende September bis Ende Oktober waren die Grossbarsche oft irgendwo am Jagen. Meistens in der Nähe von Fischschwärme in Wassertiefen von 6-10m. Um an die Barsche zu kommen verwendete ich meistens 7-10cm lange Köder (Reins / Keitech…) die mit leichten Jigs langsam in Grundnähe geführt werden. Auch das Dropshot-Rig war an gewissen Tagen eine Wunderwaffe. (dazu mehr im Artikel von Ralph.)

Doch dieses Jahr ist alles anders (kommt mir irgendwie bekannt vor;) ). Auf jedem Fall in unserem Gewässer. Die Futterfischschwärme sind da, die Räuber auch, doch bis Anhin habe ich es nicht geschafft ein Grossbarsch an Bord zu bringen. Eglis sind da, hier und da konnte ich einige mit dem Dropshot-Rig oder dem Plomb-Palette überzeugen, doch noch lange nicht in guten Stückzahlen oder in guten Grössen. Mit grösseren Ködern hatte ich aber NOCH keinen Erfolg auf Barsch.

Ganz ohne Bisse blieb es aber trotzdem nicht. Dies meisten unsanft und vor allem mit Köderverlust. In den Lauben- und andere Weissfischschwärme bekam ich regelmässig aggressive Hechtbisse. Auch Zander waren dabei. Doch die Fische befanden sich definitiv nicht in Grundnähe, sondern im Mittelwasser. Regelmässig konnte ich auf meinem Echolot beobachten wie grosse Fische nur wenige Meter unter der Wasseroberfläche die Futterfischschwärme attackierten. Deshalb wurde das Vorfach verstärkt und der Köder im Mittelwasser direkt unter dem Boot geführt. Ich muss sagen, es gab einige brachiale Bisse.

 Ich verwende meistens  No-Actionköder in Grössen von 7 – 10 Inch. Meine Köder sind auf einem 25-30 gr Jighead (7/0) montiert. Einen einfachen Stinger auf dem Rücken des Köders reicht in den meisten Fällen aus.  Die Farbe spielte eigentlich keine grosse Rolle, der Köder musste einfach auf der richtigen Tiefe präsentiert werden.

Wie sich das Wetter der nächsten Tage auf die Fische auswirken wird ist noch unklar, doch hoffentlich werden mit den kühleren Temperaturen die Grosseglis und Zander aktiver.

Fish on. Jérémie

 

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