Äschen - wie aus dem Nichts!

Ich stehe mitten in der Aare. Viel mehr als frische Luft tanken lag bei meinen letzten Fischerausflügen nicht drin. Die Forellen haben ihre wohlverdiente Schonzeit, an die vorsichtigen Alet komme ich im schnapsklaren Wasser nicht mehr richtig heran, die Barben interessieren sich kein bisschen für meine Nymphen und eigentlich hätten die Aeschen jetzt Saison! Eigentlich...

Nichts desto trotz stehe ich im Wasser. Wechsle von der Trockenfliege zur Nymphe und umgekehrt. Immerhin bereitet mir die Herbststimmung grosse Freude. Für mich die schönste Jahreszeit. Ein bisschen Oberflächenaktivität, oder gar ein stehenbleibender Bissanzeiger wären jedoch noch ein wenig schöner.

Auf einmal vernehme ich ein sanftes Blubb hinter mir. Ich drehe mich um, beobachte die Wasseroberfläche. Und gerade noch einmal. Tatsächlich, eine steigende Aesche. Die Nymphe muss gegen eine Trockenfliege ausgetauscht werden. Noch während ich die Fliege anknüpfe ertönt das nächste Blubb. Dieses Mal oberhalb von mir, wie auch links und rechts.

Ich grinse über das ganze Gesicht, denn ich stehe mittendrin. Und rundherum die Äschen - Wie aus dem Nichts!

 

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